Die Berufsfachschule Langenthal und der Lions Club Langenthal hatten die Wahl: Aus 23 klassenbesten Vertiefungsarbeiten kürte die Jury die besten Dokumentationen der drei- und vierjährigen Grundbildung.

Die Vertiefungsarbeit ist neben der Schlussprüfung, die Mitte Juni 2026 stattfinden wird, ein Teil des Qualifikationsverfahrens für den allgemeinbildenden Unterricht (ABU). Insgesamt formulierten die Lernenden im letzten Lehrjahr über 170 Dokumentationen zum Oberthema «Fasziniert von» – die erfolgreichsten Autorinnen und Autoren erhielten an der Feier «Beste Vertiefungsarbeit» für ihre Werke eine Auszeichnung. «Unsere Lernenden haben bei der Erarbeitung ihrer VA verschiedene Kompetenzen angewendet und vertieft: sorgfältige Planung, Teamgeist, Neugier, Durchhaltevermögen, Einsatzbereitschaft, Genauigkeit, Ehrgeiz, Ausdauer, Engagement und Begeisterungsfähigkeit», sagte Sibylle Schönmann, Berufsgruppenleiterin ABU und Sport. Würden diese Kompetenzen mit Spass verbunden, setze dies einer erfolgreichen Vertiefungsarbeit die Krone auf. Die beste Vertiefungsarbeit, als Herzstück des allgemeinbildenden Unterrichts, wird seit 18 Jahren am Prämierungsanlass gefeiert.
Applaus für die Besten
Vor der Preisverleihung fassten die jungen Berufsleute, welche die 23 besten Vertiefungsarbeiten in ihrer Klasse erarbeitet hatten, ihre Ergebnisse in 20-minütigen Präsentationen zusammen. Ein breites Publikum aus Angehörigen, Freunden und Vertreterinnen der Lehrbetriebe füllten die Schulzimmer teilweise bis auf den letzten Platz. Danach übergab der Präsident des Lions Club Langenthal, Frank Jäggi, die Hauptpreise und würdigte die Arbeit der Gruppen in seiner Rede. «Das Schweizer Bildungssystem verbindet Tradition und Innovation – ein Erfolgsmodell, das Talente fördert, Perspektiven schafft und unsere Zukunft sichert. Bleibt neugierig und fasziniert, bleibt mutig und glaubt an euch», sagte Frank Jäggi. Der Langenthaler Ableger des weltweit aktiven Serviceklubs sponserte die Hauptpreise bereits zum 18. Mal. Die Jury bestand aus zwei Vertretern des Lions Club und sechs Berufsfachschullehrpersonen.
Siegerprojekte der Grundbildung gekürt
Den mit je 250 Franken pro Teammitglied und einer Urkunde dotierten Preis für die beste Vertiefungsarbeit der dreijährigen Grundbildung gewannen heuer zwei Dokumentationen. Die Lyssacherin Lynn Mathys und die Utzenstorferin Fiona Bürki beleuchteten das Kinderhospiz allani in Bern, das Raum für Kinder mit lebenslimitierenden und lebensbedrohlichen Erkrankungen und ihre Familien bietet. Zudem erstellten sie das Kinderbuch «Fridolin der Blumenwächter». «Die Nachfrage nach solchen Institutionen ist in der Schweiz enorm und wird nicht geringer werden», betonten die angehenden Fachfrauen Betreuung Kind. Im Rahmen der Veranstaltungen hatten die Besuchenden die Möglichkeit, fürs Kinderhospiz zu spenden. Florian Bader aus Rütschelen ging der Frage nach, was den Kanton Bern zu einem beliebten Tourismusziel macht, und führte viele Interviews, darunter mit alt Bundesrat Adolf Ogi. «Es ist sehr wichtig, dass auf ein respektvolles Miteinander von Tourismus und Einheimischen hingearbeitet wird», bilanzierte der künftige Bäcker-Konditor-Confiseur. Der Jegenstorfer Yannic Weber und der Lotzwiler Levin Iseli erhielten für «Fasziniert von… dem Goldwaschen in der Schweiz» den mit 250 Franken pro Teammitglied und einer Urkunde einhergehenden Preis für die beste Vertiefungsarbeit der vierjährigen Grundbildung. Die künftigen Polymechaniker beschäftigten sich damit, was das Vorgehen zum erfolgreichen Goldwaschen ist und wie viel Gold es in Schweizer Flüssen gibt. Sie stellten eine Waschrinne her, die in einem Selbstversucht zum Einsatz gelangte. Die Autoren kamen zum Schluss: «Gold ist ein faszinierendes Edelmetall, dessen Wert nicht nur in seiner chemischen Beständigkeit, hohen Dichte und seinem Glanz liegt, sondern auch in seiner kulturellen und historischen Bedeutung.» Eine Formation der Jugendmusik Aarwangen unter der Leitung von Kevin Kläntschi untermalte den Anlass musikalisch.
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